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Artikel vom: 04.11.2011
Schmetterlingsdefekt
Am Görlitzer Haus des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz/Zittau wird zur Zeit das Tanztheaterstück „Der Schmetterlingsdefekt“ aufgeführt. Für die Recherche zu dem Stück standen die Chaostheorie und das Zitat von Georg Christoph Lichtenberg aus dem 18. Jh. Pate. "Wir irren allesamt, nur jeder irret anders". Die Zuschauer erwartet in dem Werk von Dan Pelleg und Marko Weigert eine imaginäre Welt aus Pappkartons. Die ständige Verwandlung des Raumes, immer in derselben Pappkartonwelt aber immer wieder an neuen Orten. Im Chaos gibt es einen Mittelpunkt der Ruhe: einen Goldfisch! Durch die eigene kleine Welt aus Wasser vor dem Chaos geschützt , in ihr schwebend hindurch getragen. Die Musik kommt einem nicht ganz unbekannt vor, ist aber schwierig einzuordnen. Sie gehört hierher und doch ist sie aus einem fremden Land oder einer anderen Zeit. Nach dem Weggang von Tanztheaterleiterin Gundula Peuthert sind Dan Pelleg als Chef-Choreograf und Marko E. Weigert als Direktor der Tanztheatercompany für diese Sparte zuständig. Pelleg und Weigert, die an der Berliner „wee dance company“ tätig waren, setzen mit dieser Neuinszenierung am Görlitzer Haus ihre jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Wie sie Tanztheater definieren, welche Bedeutung sie ihm beimessen und wie sie die Neißestadt und deren Bühne sehen, machten beide Künstler zum Thema des Interviews. Wichtig war für Pelleg und Weigert auch, als künstlerische Nachfolger von Gundula Peuthert eigene Akzente beim Tanztheater zu setzen. Sie erklärten, was sie anders machen wollen. Reicht es vielleicht, einen Weggenossen zu finden, um die Verirrung in Geborgenheit zu verwandeln? Die Zuschauer sind eingeladen, in der Welt des Schmetterlingsdefektes ihre persönlichen Erfahrungen zu entfalten. Es gilt dabei zu sein, zu hören, zu sehen, mitzuempfinden und sich treiben zu lassen.
Quelle:
Euroregio TV


















