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Artikel vom: 12.08.2011
ViaThea auf der ViaRegia
„Begegnungen auf der Via-Regia mit ViaThea“, unter diesem Motto fand in diesem Jahr Anfang August das bereits 17. Straßentheater statt. Künstler verschiedener Länder entlang der alten Handelsstraße stellten dem Publikum ihre künstlerischen Interpretationen vor. Auf dem Marienplatz trat der litauische Künstler Benas Sarka mit seinem Programm „König Lear“ auf. Das wichtigste Element in den Mosaiken des 1987 gegründeten Theater Glikuku – die Körpersprache. In der Tanzperformance „König Lear“ beleuchtete er den Lebensabschnitt, in dem der legendäre britische König alles verloren hat. Mittels Eisen, Federn und Pelzen kreiert er eine ganz eigene Welt von Ritualen, Tönen und Symbolen. Appropos Ton: Für den passenden Ton beim ViaThea sorgte VTS-Events. Vielfältige Töne entlockten aber auch Straßenmusikanten ihren Instrumenten vor dem Hotel Schwibbogen. Den Görlitzer Untermarkt hatten sich hingegen die „Aristokraten“ als Bühne ausgesucht. Im Mittelpunkt ihrer dicht umlagerten „Show Baroque“ stand die ironische Stilisierung der Barock-Kultur. Sich einen guten Standplatz zu sichern – hieß auch in diesem Jahr wieder den Überblick über die Vielfalt der Aufführungen zu behalten. Das schöne Wetter am Freitagnachmittag ließ zahlreiche Görlitzer und Gäste zu den ganz unterschiedlichen Darbietungen strömen. Am Waidhausplatz erwartete Gregor Wollny die Zuschauer mit einer Komik und Pantomime vereinenden Performance. Die Lachmuskeln des Publikums traf er u.a. mit seiner Androhung, Gratis Küsse an die Besucher zu verteilen. Der deutsche Komiker nutzte jedenfalls jedes große und kleine Fettnäppchen sehr geschickt. Auch hier galt wieder: Pünktliches Erscheinen sichert die besten Standplätze. Die besten Plätze sollte man sich auch beim Krönum auf der Kulturinsel Einsiedel sichern. Wie es in der Welt des turisedischen Volkes zugeht, bewies das Turisedische Staatstheater, das sein Publikum zu einem kleinen Staunum in das Görlitzer Gründerzeitviertel einlud. Für das leibliche Wohl der Gäste war jedenfalls gesorgt und zum entspannten Relaxen bot sich ja noch der bestens gepflegte grüne Rasen an. Von der Gründerzeit und dem Staunum ging es dann wieder in die Altstadt, genauer gesagt, direkt auf die Altstadtbrücke. Auf deutscher und polnischer Seite agierten jeweils Gruppen. Hier konnte der Besucher im wahrsten Sinne des Wortes Straßentheater im öffentlichen Raum erleben. Mit einbezogen wurde das Publikum bei der Aufführung der belgischen Theatergruppe Cie Baladeux. Eine Parkbank wurde zum Mittelpunkt der spielerischen Auseinandersetzung zwischen den Geschlechtern. Zwischen Sympathie und Ablehnung entspannen sich heitere Tanzchoreografien und virtuose Jonglagen. Viele weitere Aufführungen, wie Balaball müsett, nahmen die Besucher des diesjährigen Straßentheaters mit auf eine vergnügliche, abwechslungsreiche und farbenprächtige Reise zu ganz unterschiedlichen künstlerischen Begegnungen auf der Via-Regia.
Quelle:
Euroregio TV


















