Der Naturschutztierpark konnte am Sonntag, dem 23. August wieder zum Feiern einladen. Das fünfte Haus des Tibetischen Dorfes sollte feierlich eröffnet werden. Tierparkdirektor Dr. Axel Gebauer konnte viele Tierparkfreunde und Gäste begrüßen.
Musik und Gesang von Dundup Yangthar, Exiltibetern aus Berlin stimmten die Besucher auf diesen fernöstlichen Sonntagnachmittag ein.
Die feierliche Eröffnung wurde durch den Mitbegründer des Vereins der Tibeter in Deutschland, durch Tsewang Norbu vorgenommen.
Das zweistöckige Haus ist diesmal nicht den Tieren sondern den Menschen gewidmet. Es soll zeigen, wie die Menschen in Tibet leben. Bei einem Rundgang durch das Haus konnten sich die Besucher von den typischen Lebensbedingungen überzeugen. Eine Gruppe Tibeter aus Berlin erfüllte das Haus mit Leben. So wurden in der Küche im Erdgeschoss Teigtaschen, Buttertee und tibetisches Bier serviert. Mit seiner Farbenpracht, seiner Einrichtung und einer ersten Ausstellung zu tibetischen Haustieren soll das neue Haus ein wenig vom entbehrungsreichen, aber auch fröhlichen bäuerlichen Leben in Tibet erzählen.
Tierisch wurde es dann draußen doch noch mit drei neuen Bewohnern. Optiker Günther Fielmann hatte dem Tierpark drei Brillenschafe vom Hof Lütjensee geschenkt. Die Fielmann Filialen in Görlitz haben die Patenschaft für die Tiere übernommen. Man entschied sich für Kärntner Brillenschafe, eine vom Aussterben bedrohte österreichische Gebirgsschafrasse, weil sie ihren Vettern in Tibet ausgesprochen ähnlich sind.
Mit dem fast fertig gestellten Tibetdorf beweist der Tierpark in Görlitz Weltoffenheit. Gerade das tibetische Volk verdient höchsten Respekt, denn trotz eines entbehrungsreichen Kampfes um Demokratie und Menschenrechte, hat es seine Herzlichkeit und seine Fröhlichkeit bisher nicht verloren.

















