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Artikel vom: 21.10.2011
Silver Ager - ICC setzt auf ältere Arbeitnehmer
Mit Ende 50 zu alt für den deutschen Arbeitsmarkt? Noch vor wenigen Jahren schien dieses Szenario für viele ältere Arbeitnehmer Teil ihrer Biografie zu werden. Heute sind Menschen jenseits der 50 nicht nur als umworbene Konsumenten, sondern auch zunehmend als Arbeitskräfte wieder gefragt. Ein Unternehmen, das vor allem auf ältere Arbeitnehmer setzt, ist die ICC–Gesellschaft für Telefonie und Kundenservice mbH auf der Fichtestraße 2 in Görlitz. Hier kennt und schätzt man die Vorteile, die eine Beschäftigung der sogenannten „Silver Ager“ mit sich bringen. Das Image-Callcenter aus Engelskirchen-Ründerroth in Nordrhein-Westfalen beschäftigt in der Niederlassung der Neißestadt 80 Angestellte. Ungefähr ein Drittel davon ist älter als 50 Jahre. Das ist aber in Deutschland noch keineswegs überall üblich. Um zu erfahren, wie ältere Menschen den Wiedereinstieg auf den Arbeitsmarkt schaffen und um Unternehmen noch mehr dazu zu motivieren, Beschäftigten über 50 wieder die Chance auf dem Arbeitsmarkt zu geben, hatte sich am 19. Oktober die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit zu einem Informationsbesuch eingefunden. Das IMAGE Call Center hat 1998 in Engelskirchen- Ründeroth begonnen, Telefonie-Dienstleistungen zu entwickeln und für seine Kunden verfügbar zu machen. 2007 hatte man am Standort Dresden mehr als 20 Mitarbeiter, heute sind es in der Neißestadt viermal so viele. Nach einer angemessenen Probezeit bekommen die Mitarbeiter einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Je nach Aufgabenbereich sind sie in einem festen Zeitfenster von 08:00-20:00 Uhr eingesetzt. Außerdem werden auch Teilzeitmodelle und Minijobs angeboten. Wer sich für eine Arbeit bei ICC interessiert, für den ist die Kontaktaufnahme denkbar einfach. Projektorientierte Mitarbeiter lösen routiniert die Aufgabenstellungen der Kunden und sind in deren Arbeitsabläufe integriert.Die ständige Schulung und Weiterbildung der Arbeitnehmer ist dabei nicht zu vernachlässigen, wenn sie den ständig wachsenden Anforderungen gewachsen sein sollen. Die Gesellschaft für Telefonie und Kundenservice mbH setzt gemeinsam mit der Agentur für Arbeit auf die Weiterbildung ihrer Beschäftigten. In einem Hintergrundgespräch für Medienvertreter wurde deutlich, dass die deutsche Wirtschaft ohne ältere Arbeitnehmer an Konkurrenzfähigkeit verliert. Ein Grund dafür ist die demografische Entwicklung. Schon 2014 werden mehr Ältere aus dem Berufsleben ausscheiden, als junge Menschen mit Ausbildung und Arbeitsaufnahme beginnen. So könnten dem wirtschaftlichen Aufschwung die Arbeitskräfte fehlen. In Sachsen sind rund 30 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten über 50 Jahre alt. Ältere Menschen zählen also nicht zum alten Eisen, sonder helfen, die Wettbewerbsfähigkeit, also die Zukunft der Unternehmen, am Standort Deutschland zu sichern.
Quelle:
Euroregio TV


















