Rechtliche Betreuung geht alle an, so der Tenor der Veranstaltung des Berufsverbandes der Berufsbetreuer am Mittwochvormittag auf dem Görlitzer Marienplatz. Landespolitiker, Juristen und Vertreter von kirchlichen Einrichtungen diskutierten auf zwei roten Sofas über Hilfen, Hilfsangebote und Integration von zu betreuenden Menschen in die Gesellschaft. In bundesweit 13 Städten macht die Aktion, die passende Unterstützung für Menschen in schwierigen Problemlagen bieten und gleichzeitig die Misere im Betreuungswesen beleuchten will, Station. Für Sachsen fand die Veranstaltung in Görlitz statt. Die Zahl der Betreuungsfälle sei konstant oder nehme langsam ab, so die Teilnehmer. Ein weiterer Punkt der Diskussion war die Stärkung des Ehrenamtes. Man müsse mehr Ehrenamliche für Betreuungsaufgaben gewinnen, da viele Menschen durch sich verändernde familiäre Verhältnisse keine Betreuung mehr im unmittelbaren sozialen Umfeld finden könnten. Durch Bezahlung der ehrenamlich Tätigen könne man das Problem allerdings nicht auffangen, so das Forum. Die Aufgaben der Betreuer sind vielfältig. Sie umfassen Wohnungs- und Unterbringungssorge, Gesundheitssorge, sowie Unterstützung und Übernahme von Ämter- und Behördengängen. Bundesweit haben 1,2 Millionen Menschen einen Betreuer oder eine Betreuerin an ihrer Seite, weil sie ihr Leben aufgrund von Unfällen oder schweren Erkrankungen nicht mehr selbständig meistern können.
Görlitz, 09.02.2012 | 13:10 Uhr
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Artikel vom: 03.09.2010
Rechtliche Betreuung
Quelle:
Euroregio TV

















