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Artikel vom: 25.03.2011
Kinder feiern
Mit diesem Lied begrüßten die kleinen stolzen Bewohner des Freinet-Kinderhauses auf der Erich Weinert Straße ihre Gäste. Zahlreiche Eltern, Großeltern und Förderer sowie Vertreter der Verwaltung sind am Morgen des 19. März zum Tag der offenen Tür erschienen. Nach einjährigem Umbau sind die Knirpse mit ihren Erziehern bereits am 31. Januar in ihr altes neues Zuhause umgezogen. Jetzt kann sich das Kinderhaus auch der Öffentlichkeit präsentieren.Insgesamt wurden 325.000 Euro in die Sanierung des Freinet-Kinderhauses investiert. Die Leiterin Beate Geisler und die 12 Erzieherinnen haben sich bei der Gestaltung des Hauses maßgeblich eingebracht. Kraft, Ideen und Freizeit wurden investiert, um das Konzept zu überprüfen, fortzuschreiben und optimale räumliche und materielle Bedingungen für die Arbeit zu schaffen. Auch die Kinder wurden in diesem Prozess eingebunden. Sie haben mit zahlreichen Bildern das Haus geschmückt und sogar eigene Fliesen für die Sanitärräume bemalt.Bevor die Gäste nun das neue Haus besichtigen konnten, war noch einmal mitmachen angesagt. Während Mitglieder des Fördervereins und des Elternrates mit Grillwurst, Kaffee und Kuchen bereits für neue Projekte Geld sammelten, luden die Gastgeber zur Besichtigung ein. Die Kinder hatten dafür einen Zeitplan für die Führungen durch das Haus zusammen gestellt.Stolz führten die Kinderhaus-Bewohner ihre Gäste durch die Räume. Das 37 Jahre alte Gebäude ist komplett neu gestaltet worden. Die Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallationen sowie Fenster, Türen und Bodenbeläge wurden erneuert. Es erfolgte eine Neuaufteilung der Sanitär- und Garderobenbereiche. 83 Kinder, darunter neun Kinder mit Behinderungen, werden hier in vier altersgemischten Familiengruppen betreut. Jede Gruppe hat ihren eigenen Bereich mit hellen Gruppenräumen zum Spielen, Essen und schlafen, mit Garderobe und Sanitäranlagen. Dazu gehört eine dreistufige Wasserspielanlage – gesponsert vom Förderverein der Kita. Und jede Gruppe verfügt über eine eigene kleine Küche. Auch der Keller wurde neu gestaltet. Ein großer Turnraum lädt hier zum Toben ein. Und im großzügig gestalteten Kreativ-Atelier können sich die kleinen Künstler verwirklichen. Beliebt ist die kleine Holzwerkstatt, die das handwerkliche Geschick der Kinder fördern soll. Stolz können die Kinder auch auf die Bibliothek im Obergeschoss sein, die Lust zum Blättern in den Büchern macht. Bibliothek, Ateliers und Arbeitsbereiche sind Grundlage des pädagogischen Konzepts des Kinderhauses. Gemäß dem französischen Reformpädagogen Freinet sollen Kinder durch sinnvolles, praktisches Tun Neues entdecken und die Lust am Lernen und Forschen geweckt werden. So können die Kinder die Angebote des Hauses weitestgehend selbständig nutzen und sich selbst verwirklichen.Seit Oktober 2009 gehört das Freinet-Kinderhaus als eine von 13 Einrichtungen zum sachsenweiten Modellprojekt „Konsultationseinrichtungen – ein Unterstützungssystem für die pädagogische Praxis in Kindertageseinrichtungen.“ Im Rahmen dieses Modellprojektes steht es Fachleuten und Interessierten offen, um Anregung für die Umsetzung des Sächsischen Bildungsplanes zu geben.
Quelle:
Euroregio TV

















