Die 3. Landesausstellung des Freistaates Sachsen nimmt langsam Gestalt an, zumindest in den Plänen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die mit der Organisation und Durchführung dieses kulturellen Höhepunkts im Freistaat Sachsen betraut ist. Auf Einladung der IHK Geschäftsstelle in Görlitz informierte Projektleiterin Bettina Probst Unternehmer des Landkreises am 25. August über den aktuellen Stand der Vorbereitungen.
Von Mai bis Oktober 2011 soll die Ausstellung mehr als eine viertel Million Besucher nach Görlitz locken. Schwerpunktthema ist die viaregia. Die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der großen Handelsstraße zwischen Ost und West und deren Impulse für Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft werden im Hauptausstellungsort, dem Kaisertrutz dargestellt.
Zielgruppe sind zum Einen die Schüler des Freistaates, zum anderen aber auch kulturinteressierte Touristen. Um das Motto „Herkommen-Bleiben-Wiederkommen“ erfolgreich umsetzen zu können, sollen diverse Veranstaltungen in der Stadt die Landesausstellung begleiten. Außerdem wird ein ViaMobil ein Jahr lang durch 40 Städte entlang der viaregia reisen und für die Landesausstellung werben.
In der Diskussion wurden grundlegende Probleme deutlich. Das gravierendste sind die fehlenden Übernachtungskapazitäten. Die Auslastung der Hotels liegt in der Hauptsaison bereits ohne Landesausstellung bei bis zu 90 Prozent. Die großen Besucherströme können gar nicht aufgenommen werden. Zusätzliche Betten werden dringend benötigt. Doch dafür gibt es keine Konzepte. Überhaupt fehle es an einem kompetenten Ansprechpartner in der Stadt, der alle Maßnahmen von der Beherbergung über ein Verkehrsleitsystem bis hin zum Rahmenprogramm koordiniert. Die Unternehmer waren sich einig, dass die Landesausstellung eine große Chance für die Außenwirkung der Stadt Görlitz ist. Sie sind bereit, sich zu engagieren, fordern aber einen konkreten Ansprechpartner, der sich um die genannten Probleme kümmert. Oberbürgermeister Joachim Paulick sicherte zu, in den nächsten Wochen eine Koordinierungsstelle zu schaffen.

















