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Artikel vom: 13.05.2011
Griechen in Görlitz
Ca. 90 griechische Gäste konnte Gudrun Tack vom EUROPA-HAUS GÖRLITZ e.V. am 07. Mai auf dem Görlitzer Untermarkt begrüßen. Sie waren größtenteils Nachfahren der ca. 7000 griechischen Soldaten und Offiziere des 4. Armeekorps, die sich während des ersten Weltkrieges in freiwillige Gefangenschaft begeben hatten, um im neutralen Griechenland nicht zwischen den Fronten aufgerieben zu werden. Unter den Gästen waren aber auch zahlreiche an Geschichte interessierte Griechen. Begleitet wurde die zweitägige Reise von einem griechischen Fernsehteam. An den Aufenthalt der Soldaten und Offiziere vom Sommer 1916 bis 1919 erinnerte das EUROPA-HAUS GÖRLITZ e.V. in Zusammenarbeit mit dem Verein EXANTAS Berlin e.V. Damit konnte auch die diesjährige 17. Europawoche zünftig eröffnet werden. Im Rathaus der Neißestadt wurden die Gäste aus Hellas, unter Ihnen Dr. Wolfgang Schultheiß, Botschafter in Athen a.D., Botschaftsrat Pantelis Pantelouries, der griechischen Botschaft in Berlin und Antonios Koliadis, griechischer Konsul, sowie Oberst Vasileios Koukoulommnatis, griechischer Verteidigunsattachee, von Oberbürgermeister Joachim Paulick begrüßt. Er unterstrich in seiner Rede den Einfluss der griechischen Gäste zur Zeit des Kaiserreiches und ihre Spuren, die sie in der Kultur der Neißestadt hinterließen. Im Anschluss gab er einen kurzen Einblick in die Entwicklung der Europastadt Görlitz/Zgorzelec. Konstantin Couvelis, Vorstandsvorsitzender des Exantas Berlin e.V. betonte, dass es vor allem das von Gerassimos Alexatos verfasste Buch „Die Griechen in Görlitz“ gewesen ist, dass das Interesse seiner Landsleute an der Geschichte des 4. Armeekorps und der Neißestadt geweckt habe. Nach dem Austausch von Gastgeschenken trugen sich die griechischen Gäste ins Gästebuch ein. Oberbürgermeister Joachim Paulick nutzte im Anschluss die Gelegenheit, die Gäste mit den architektonischen Besonderheiten des kleinen Ratssaales vertraut zu machen. Am Nachmittag legten die Gäste Kränze an den Gräbern der Offiziere auf dem Städtischen Friedhof nieder. Von den ursprünglich 130 griechischen Soldatengräbern sind noch 7 erhalten.
Quelle:
Euroregio TV

















