"Alles oder Nichts – Als die Stadt den eigenen König als Feind erkannte" - Unter diesem Titel findet das diesjährige Sommertheater auf dem Untermarkt statt. Mit René Harder wurde für das inzwischen traditionelle Historienspiel inmitten der Görlitzer Altstadt ein neuer Autor und Regisseur gewonnen. Er versetzt das Publikum zurück ins 16. Jahrhundert.
In bewährter Weise wird ein Stück Görlitzer Geschichte wieder lebendig. Die Hauptfigur des Spiels ist der erst 33 Jahre alte Jakob Rösler. Der eitle junge Mann wird von Stadträten als gut führbare Marionette zum Stadtoberhaupt gemacht. Unerfahren in der Politik gerät er schnell zwischen die Fronten der macht und der Intrigen. Katholischer König auf der einen Seite und ein reformiertes Görlitz auf der anderen – verlangen wichtige Entscheidungen. Die Görlitzer verweigern dem König ihren gehorsam, worauf er der Stadt alle Privilegien entzieht. Moral und Anstand gehen verloren und Chaos beherrscht das Geschehen. Rösler bemüht sich weniger um das Wohl der Gemeinschaft und vielmehr um sein eigenes Glück. Die unerfüllte Liebe zu Katharina ist die romantische Seite des Historienspiels.
Stefan Bley und Hans Peter Struppe vom Musiktheater Görlitz gehören zu den bekannten Gesichtern unter den Schauspielern. Dominik Schiefner spielt den Bürgermeister Jakob Rösler und Katharina wird von Kathrin Osterode dargestellt. Dazu kommen wieder über Hundert Laiendarsteller, die den Untermarkt mit Leben erfüllen. Der gesamte Platz wird in das Spiel einbezogen. Selbst die Balkone der Häuser werden genutzt.
Bis zum 4. Juli ist das Historienspiel „Alles oder Nichts“ auf dem Untermarkt zu sehen. Bereits jetzt sind viele Vorstellungen nahezu ausverkauft.

















