Das Hochwasser hat auch dem Tourismus geschadet. Viele Touristen traten ihre Reise nach Görlitz oder in den Landkreis gar nicht erst an. Umso wichtiger ist es, das sich die Region zwischen Breslau und Dresden auf ihre Stärken besinnt und ihr Touristisches Potential noch stärker vermarktet. Dabei ist auch ein Umdenken in der Bevölkerung notwendig. Den östlichen Nachbarländern gegenüber sollte man sich stärker öffnen. Wie man den grenzüberschreitenden Tourismus fördern kann, das wollte ein internationales IHK-Tourismusforum ausloten. Am vergangenen Donnerstag fand im Schlesischen Museum zu Görlitz die 5. IHK Wirtschaftskonferenz statt. Mehr als 100 deutsche und polnische Vertreter aus Tourismus, Wirtschaft und Verwaltung waren angereist um über den grenzüberschreitenden Tourismus als bedeutenden Wirtschaftsfaktor für Sachsen und Niederschlesien zu sprechen. Bereits zu Beginn der Konferenz betonten Dr. Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden und Landrat Bernd Lange wie wichtig es ist Vertrauen zwischen Deutschland, Polen und auch Tschechien aufzubauen um Türen für den Tourismus öffnen zu können. Es folgten Vorträge zu trinationalen Projekten bzw. Entwicklungen und die Möglichkeit sich an den Ausstellungsständen weiter über das touristische Angebot Sachsens und Niederschlesiens zu informieren. Vertreter der teilnehmenden Unternehmen zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis der Konferenz und hoffen auf eine positive Entwicklung in der Zukunft. Ein kurzer Film hatte zuvor verdeutlicht wie wenig die Bewohner Sachsens über ihre Nachbarn in Niederschlesien wissen und welches Potenzial sich noch in der touristischen Kooperation verbirgt. Auch der Geschäftsführer der Görlitzer Industrie und Handelskammer Christian Puppe sah noch deutlichen Nachholbedarf in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, konnte aber im Zuge der Veranstaltung ein positives Resümee ziehen. Anschließend konnten sich die Teilnehmer der Wirtschaftskonferenz selbst von der touristischen Attraktivität der Gegend überzeugen. Zwei Busse führten die interessierten Tourismus- und Wirtschaftsvertreter zunächst zum Schloss Radmeritz in Polen. Den Abschluss bildete das zukünftige Herzstück der Region: der Bertzdorfer See. Hier entsteht derzeit ein Urlaubs- und Erholungsgebiet das in Zukunft nicht nur deutsche Touristen sondern auch Besucher aus den Nachbarländern anlocken soll.
Görlitz, 17.05.2012 | 23:06 Uhr
Suche:
Wählen Sie eine Aktion:
Schrift:
Artikel vom: 01.10.2010
Chancen ausloten
Quelle:
Euroregio TV

















