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Artikel vom: 17.06.2011
Bekenntnis zur Stadthalle
Görlitz kann sich sehr wohl eine Stadthalle leisten, es müsse nur der Wille da sein. So der Tenor bei der Informationsveranstaltung des Fördervereins Stadthalle Görlitz e.V. am 16. Juni im Schankhaus zum Nachtschmied. Wenn man die Chance nicht nutze und die Stadthalle jetzt saniere, brauche sich die Neißestadt nicht erst um den Welterbetitel bewerben, so Vereinsvorsitzender Thomas Leder. Der Freistaat Sachsen habe sich zu einem Zuschuss für die Sanierung und Modernisierung der Stadthalle bekannt. Derzeit läuft noch die Suche nach einem geeigneten Architekten. Die europaweite Ausschreibung bei der Planung und den Bauleistungen verlängert das Prozedere durch Fristen. Damit stehe nun fest, dass die Stadthalle erst im April 2015 fertig sein wird. Derzeit wird auch eine Studie erarbeitet, mit der die Wirtschaftlichkeit einer wieder geöffneten Stadthalle untersucht wird. Auch bei Leerstand wird der Unterhalt der Stadthalle Geld kosten. Eine Stadthalle im laufenden Betrieb bringe Jobs und damit Einnahmen für die Stadt auch von außerhalb, z.B. aus dem Tourismus. Den Vereinsmitgliedern gehe es darum, dass die Stadthalle mit ihrer einmaligen Orgel einen würdigen Rahmen für Konzerte und Künstlerauftritte bilde. Man will sich dafür einsetzen, Veranstaltungen in dem ehrwürdigen Haus stadtfinden zu lassen. Auch die Finanzlage der Kommunen spielte bei dem Informationsabend eine Rolle. Städte und Gemeinden müssten immer mehr von Bund und Land beschlossene Leistungen bringen, die dann im Landkreis getragen werden müssten, der sich das Geld von den Gemeinden heranziehen muss. Um die Stadtkasse zu schonen, will der Förderverein eine Spendenaktion ins Leben rufen, damit die Stadt etwas an den Parkplätzen macht, dafür seien bis jetzt keine Mittel eingeplant. Was die Suche nach einem Betreiber anbelange, so müsse jemand gesucht werden, der auch Erfahrungen im Betreiben einer Stadthalle einbringe und dessen Erkenntnisse auch in den Umbau mit einfließen. In der Zeit der Planung bis übernächstes Jahr solle man jemanden finden, der diese Erfahrungen mitbringe, so Thomas Leder. Momentan ist ein Eigenbetrieb durch die Stadt vorgesehen, aber eine Verwaltung könne das nicht allein schultern. Wie Oberbürgermeister Joachim Paulick betonte, wird dabei mit der Stadthalle von Wiesbaden zusammengearbeitet, aus deren Erfahrungen die Neißestadt lernen kann.
Quelle:
Euroregio TV

















