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Artikel vom: 17.06.2011
Austauschschülerin zu Gast in Niesky
Über das Programm Gastschüler in Deutschland kam Sascha mit 13 Jahren zum ersten Mal nach Deutschland. Dass sie bei der Familie Hahn in Horka bei Niesky iebe Gasteltern gefunden hat, war dabei jedoch kein Zufall. Zum 6. Mal ist die russische Schülerin nun in Deutschland. Jeweils für 10 bis 12 Wochen nimmt sie am Unterricht im Friedrich Schleiermacher Gymnasium teil. 2007 wurde sie von der Klasse 6-1 liebevoll aufgenommen. Bei all ihren Besuchen ist sie der Klasse treu geblieben. Die heutigen 10-Klässler sind noch immer gute Gastgeber. Saschas Mutter und Großmutter sind beide Deutschlehrer. Das Interesse für die deutsche Sprache wurde ihr also in die Wiege gelegt. Gelernt hat sie deutsch nicht zuhause und nicht in der Heimatschule sondern erst in Niesky. In ihrer Heimatschule muss sie vor ihrer Abreise nach Deutschland alle Arbeiten für das laufende Schuljahr im Kasten haben, denn Zensuren bekommt sie nur in Russland nicht in Deutschland. Dabei ist der Unterricht bis auf wenige Ausnahmen sehr ähnlich. Sascha integriert sich - Ihr Optimismus und ihre liebenswerte Ausstrahlung helfen ihr dabei. Für sie gibt es deutsche Gewohnheiten, die sie gern übernimmt, aber auch manche, die sie gar nicht mag. Sascha ist in der russischen Stadt Saransk zu Hause. Etwa 600 Kilometer südlich von Moskau gelegen, leben dort knapp 300.000 Einwohner. Damit es der russischen Schülerin in Niesky nicht langweilig wird, haben Gasteltern und Klassenlehrerin ein umfangreiches Ausflugsprogramm organisiert. So konnte Sascha bei ihren Besuchen nicht nur die deutsche Sprache erlernen, sondern auch viele Eindrücke und Erlebnisse sammeln. Sie hat aber auch ihre Mitschüler inspiriert. In Horka hat Sascha bei ihren Besuchen ein zweites zuhause gefunden. Sie ist in den Familienalltag fest integriert und bereichert das Leben ihrer Gasteltern. Dank Skype, E-Mail und Co. Ist die Trennung mit der Heimat nicht so belastend. Die 2600 Kilometer Entfernung sind dank Computer nicht mehr spürbar. Täglich trifft sie sich so mit ihren Freunden in der Heimat und verliert so nicht den Kontakt. Auch die Gasteltern setzen inzwischen auf moderne Technik, um Entfernungen und Trennungszeiten zu überbrücken. Anfang Juli wird Sascha wieder nach Hause fahren. Dann endet ihr letzter Gastaufenthalt am Friedrich Schleiermacher Gymnasium. Für einige wird es heißen, Abschied nehmen für immer, doch ihre Freundin und ihre Gasteltern werden sie wiedersehen.
Quelle:
Euroregio TV

















