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Artikel vom: 23.09.2011
6. IHK-Wirtschaftskonferenz Polen
Deutsche Unternehmen können nicht davon ausgehen, ihr Fachkräfteproblem durch die Einstellung polnischer Arbeitnehmer lösen zu können. Auch der polnische Arbeitsmarkt benötigt gut ausgebildete Fachkräfte. So der Tenor der 6. IHK-Wirtschaftskonferenz Polen am 22. September im Mercure Parkhotel Görlitz. Die anhaltende Diskussion zu fehlenden Fachkräften in Deutschland, sowie die Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Arbeitnehmer aus den neuen osteuropäischen EU-Staaten zum 1. Mai 2011 veranlassten die IHK in einem ersten Resümee die entstandene Situation zu analysieren und notwendige Konsequenzen für die sächsische Wirtschaft abzuleiten. Zu den Gästen der Veranstaltung zählten neben dem IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Detlef Hamann auch Shirin Kabiri-Bohr, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Bautzen und ihr polnischer Amtskollege Tadeusz Zielinski vom Arbeitsamt Walbrzych. Gleichzeitig konnten auch der Zgorzelecer Bürgermeister Rafael Gronicz sowie Iwona Makowiecka von der polnischen Außenhandelskammer Regionalbüro Wroclaw begrüßt werden. Sie betonte, dass vor allem die bevorstehende Fußball-Europameisterschaft 2012 und die Kulturhauptstadtausrichtung 2016 durch die schlesische Metropole Wroclaw in Polen zu einer stabilen Wirtschaftslage dank vieler Investitionen geführt haben. Damit sei auch in der Baubranche die Nachfrage sehr hoch. Das Wirtschaftswachstum in Niederschlesien liege in diesem Jahr bei sechs Prozent. Dr. Mieczyslaw Ciurla, Direktor der Abteilung Wirtschaftsentwicklung des Niederschlesischen Marschallamtes Wroclaw betonte, dass man bis 2035 mit einem Rückgang der Bevölkerung im erwerbstätigen Alter rechne. Der polnische Arbeitsmarkt habe also in bestimmten Bereichen die gleichen Probleme wie der deutsche. Dieses Resümee veranlasste die Tagungsteilnehmer nach gemeinsamen Kriterien zu suchen, die die wirtschaftliche Strukturschwäche der Regionen zwischen Breslau und Dresden gemeinsam überwinde. So sollen Initiativen ergriffen werden, die es ermöglichen, Fachkräfte für den gemeinsamen Arbeitsmarkt zu qualifizieren um damit dem deutschen und polnischen Arbeitsmarkt Perspektiven zu geben. Organisiert wurde die Konferenz vom Görlitzer Kontaktzentrum für Sächsisch-Polnische Wirtschaftskooperation der IHK Dresden in Zusammenarbeit mit dem Niederschlesischen Marschallamt Wrocław.Quelle:
Euroregio TV

















