Wählen Sie eine Aktion:
Schrift:
Artikel vom: 07.05.2010
160 Jahre IHK ein Blick in die Historie
Historie
160 Jahre Industrie- und Handelskammer in Görlitz. Am 21. April 2010 wurde dieses Jubiläum im Theater Görlitz würdig gefeiert. Um die eigene Geschichte für die Nachwelt zu erhalten, wurde zu diesem Anlass eine Chronik erstellt. 160 ereignisreiche Jahre sind auf gut 100 Seiten komprimiert worden. Ratsarchivar Siegfried Hoche ist in seinem Archiv auf Spurensuche gegangen, um Fakten, Anekdoten, Lehrreiches und Erstaunliches zusammen zu tragen. Gefunden hat er zahlreiche Akten, die bisher nie ausgewertet wurden. Erstmals blätterte er auch in einer Chronik, die sehr detailliert die Geschichte der Kammergründung schilderte.
Zahlreiche Gespräche folgten, um die internen Strukturen und die Ausdehnung des Kammerbezirkes festzulegen. So dauerte es sechs Jahre bis die Kammer für Görlitz und den Landkreis gegründet wurde.
Kaufmänner, Fabrik- und Gutbesitzer gehörten zu den ersten Mitgliedern der Kammer. Erstes Domizil war das Stadtwaagengebäude auf dem Untermarkt. Von hier aus entwickelte man sogleich eine rege Betriebsamkeit. Neben Presseveröffentlichungen zu wirtschaftlichen Fragen kämpfte die Kammer auch umdie Durchsetzung einer Beitragsordnung und diskutierte die Voraussetzungen einer Mitgliedschaft.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Wirtschaft in Görlitz sehr dynamisch. Zahlreiche Firmen wurden gegründet. Doch es fehlte an qualifiziertem kaufmännischen Nachwuchs, um die steigenden Umsätze und den zunehmenden internationalen Handel beherrschen zu können. Die Görlitzer Kammer wollte mit einer neuen Schule dem Defizit begegnen. Dafür gründete sie 1857 den Kaufmännischen verein
Zum Ende des 19. Jahrhunderts wagten Politik und Wirtschaft ein gigantisches Projekt, um rückläufigen Absatzzahlen und zunehmender Konkurrenz begegnen zu können.
20 Jahre später konnte man an die Erfolge anknüpfen. Mehr als 1,5 Millionen Besucher kamen 1905 zur Gewerbe- und Industrieausstellung auf das Gelände rund um die Ruhmeshalle.
Konstruktiv und Lösungsorientiert war damals die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und der Stadtpolitik. Doch die Kammer war auch ein sehr streitbarer Partner. Besonders in der Auseinandersetzung mit Bismarcks Politik zeigte man Hartnäckigkeit. 1881 verbot der Reichskanzler den Handelskammern, ihre Jahresberichte ohne Zensur durch das Handelsministerium zu veröffentlichen. Die IHK wollte sich dieses Instrument der kritischen Auseinandersetzung mit Bismarrcks Politik nicht nehmen lassen und widersetzte sich.
1933 wird die engagierte Arbeit der Handelskammern drastisch beendet. Das Sammeln von Spenden für das Winterhilfswerk und die Orgnisation der Kriegswirtschaft wurde ihnen als neue Aufgaben übertragen . Auch nach dem Krieg werden Einfluss und Aufgaben weiterhin stark eingegrenzt.
Erst nach der politischen Wende kann die IHK an ihre Traditionen anknüpfen. Private Unternehmer ergriffen die Initiative, um die Kammer beim Reformprozess zu unabhängigen demiokratisch legitimierten Industrie- und Handelskammer zu unterstützen. Wolfgang Schwind hat sich dabei besonders engagiert.
160 Jahre IHK – eine Geschichte, die von Mut und Kreativität geprägt ist. Eine Geschichte, die nicht immer gut – oft aber sehr lehrreich ist.
Auch heute noch fühlt sich die Kammer diesem Grundbedürfnis verpflichtet. Nach wie vor keine leichte Aufgabe. Doch die Geschichte zeigt, dass mit Rückrad und der unternehmerischen Rückendeckung vieles bewegt werden kann.
Zahlreiche Gespräche folgten, um die internen Strukturen und die Ausdehnung des Kammerbezirkes festzulegen. So dauerte es sechs Jahre bis die Kammer für Görlitz und den Landkreis gegründet wurde.
Kaufmänner, Fabrik- und Gutbesitzer gehörten zu den ersten Mitgliedern der Kammer. Erstes Domizil war das Stadtwaagengebäude auf dem Untermarkt. Von hier aus entwickelte man sogleich eine rege Betriebsamkeit. Neben Presseveröffentlichungen zu wirtschaftlichen Fragen kämpfte die Kammer auch umdie Durchsetzung einer Beitragsordnung und diskutierte die Voraussetzungen einer Mitgliedschaft.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Wirtschaft in Görlitz sehr dynamisch. Zahlreiche Firmen wurden gegründet. Doch es fehlte an qualifiziertem kaufmännischen Nachwuchs, um die steigenden Umsätze und den zunehmenden internationalen Handel beherrschen zu können. Die Görlitzer Kammer wollte mit einer neuen Schule dem Defizit begegnen. Dafür gründete sie 1857 den Kaufmännischen verein
Zum Ende des 19. Jahrhunderts wagten Politik und Wirtschaft ein gigantisches Projekt, um rückläufigen Absatzzahlen und zunehmender Konkurrenz begegnen zu können.
20 Jahre später konnte man an die Erfolge anknüpfen. Mehr als 1,5 Millionen Besucher kamen 1905 zur Gewerbe- und Industrieausstellung auf das Gelände rund um die Ruhmeshalle.
Konstruktiv und Lösungsorientiert war damals die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und der Stadtpolitik. Doch die Kammer war auch ein sehr streitbarer Partner. Besonders in der Auseinandersetzung mit Bismarcks Politik zeigte man Hartnäckigkeit. 1881 verbot der Reichskanzler den Handelskammern, ihre Jahresberichte ohne Zensur durch das Handelsministerium zu veröffentlichen. Die IHK wollte sich dieses Instrument der kritischen Auseinandersetzung mit Bismarrcks Politik nicht nehmen lassen und widersetzte sich.
1933 wird die engagierte Arbeit der Handelskammern drastisch beendet. Das Sammeln von Spenden für das Winterhilfswerk und die Orgnisation der Kriegswirtschaft wurde ihnen als neue Aufgaben übertragen . Auch nach dem Krieg werden Einfluss und Aufgaben weiterhin stark eingegrenzt.
Erst nach der politischen Wende kann die IHK an ihre Traditionen anknüpfen. Private Unternehmer ergriffen die Initiative, um die Kammer beim Reformprozess zu unabhängigen demiokratisch legitimierten Industrie- und Handelskammer zu unterstützen. Wolfgang Schwind hat sich dabei besonders engagiert.
160 Jahre IHK – eine Geschichte, die von Mut und Kreativität geprägt ist. Eine Geschichte, die nicht immer gut – oft aber sehr lehrreich ist.
Auch heute noch fühlt sich die Kammer diesem Grundbedürfnis verpflichtet. Nach wie vor keine leichte Aufgabe. Doch die Geschichte zeigt, dass mit Rückrad und der unternehmerischen Rückendeckung vieles bewegt werden kann.
Quelle:
Euroregio TV













